Mein Klavierweg

Klaviertechnik verbessern als Wiedereinsteiger: Mein Weg mit der RS-Piano-Akademie (Update 2026)

Aktualisiert
Klaviertechnik verbessern als Wiedereinsteiger: Mein Weg mit der RS-Piano-Akademie (Update 2026)

Der vierte Finger knickt weg, schon wieder, mitten im Chopin-Lauf, und meine Hand zuckt kurz zurück, als hätte sie sich selbst erschreckt. Genau an dieser Klaviertechnik arbeite ich, seit ich vor zwei Jahren mit dem Wiedereinstieg begonnen habe – das Ganze fühlt sich manchmal an wie das Wiederfinden einer alten Handschrift: Man erkennt jeden Buchstaben, aber flüssig schreiben kann man erst mal nicht mehr.

Bevor es weitergeht, kurz der Pflichthinweis: Ich schreibe hier über eigene Erfahrungen, unter anderem mit der RS-Piano-Akademie, und ein paar Links in diesem Text sind Affiliate-Links. Kaufst du darüber etwas, bekomme ich eine kleine Provision, für dich ändert sich am Preis nichts. Alles, was folgt, habe ich selbst an meinem eigenen Digitalpiano in Leipzig ausprobiert.

Zwei Wege, dieselbe Technik zu trainieren

Zwei Wege habe ich seither gegeneinander gehalten, um wieder sauber spielen zu können: das strukturierte Üben nach einem festen Programm auf der einen Seite, das freie Spielen nach Gefühl auf der anderen. Beide haben mir etwas gebracht, aber nicht auf die gleiche Art, und genau das will ich hier nebeneinanderlegen, statt nur die halbe Geschichte zu erzählen.

Nahaufnahme von Händen auf der Klaviatur mit einem alten Notenheft von 1994.

Warum ich mich für die RS-Piano-Akademie entschieden habe

Monatelang habe ich mit den alten Hanon-Heften aus meiner Kindheit geübt, bis ein Ziehen im Unterarm mir zeigte, dass Nostalgie allein keine Technik ersetzt. An diesem Punkt habe ich mich für ein festes Programm entschieden und bin bei der RS-Piano-Akademie gelandet – eine deutliche Investition, mehr, als ich für einen Kurs ausgegeben hätte, wenn ich es nicht wirklich ernst gemeint hätte.

Was mich an dem Programm überzeugt hat, war die Breite: Es geht dort um Blattspiel und um Akkorde, um Pedal-Timing und Intervalle erkennen, um ein lockeres Handgelenk, um Anschlag und Klangfarbe, um den Quintenzirkel und sogar um mentales Üben, wenn gerade kein Klavier in Reichweite ist. Dazu kommt ein Baustein zur Anatomie des Spielens – ohne dass ich hier ins Detail gehen will, mir reicht zu wissen, dass Bewegung und Haltung eine Rolle spielen, die ich früher komplett ignoriert habe.

Für alle, die es ruhiger angehen wollen oder ein festes Wochenraster bevorzugen, könnte Keyboard X die freundlichere Alternative sein – weniger fordernd im Einstieg, dafür mit einem sehr klaren, kleinschrittigen Aufbau. Ich selbst wollte aber genau die Wucht, die mich zwingt, ernst zu machen.

Wenn die Hände sich gegenseitig im Weg stehen

Besonders bei einer Bach-Invention hätte ich fast aufgegeben, weil meine linke Hand ständig versuchte, den Rhythmus der rechten zu kopieren, wie ein jüngeres Geschwister, das alles nachmachen will. Die Übungen zur Koordination beider Hände haben mir am meisten geholfen, kleine Fragmente so lange zu wiederholen, bis die Verschaltung im Kopf endlich saß.

Auch das Vorhaben, meine Fingerfertigkeit effektiv trainieren zu wollen, hat mir gezeigt, wie viel nach Jahrzehnten Pause noch da war und wie viel komplett neu aufgebaut werden musste. Eine Etüde greift genau ein mechanisches Problem heraus, und gerade deshalb kommt man damit oft schneller voran, als wenn man dasselbe Problem mitten in einem ganzen Stück aufspüren muss.

Bei Tonleitern ist es am Ende sowieso nur eine einzige Bewegung, die über das Tempo entscheidet: wie sauber der Daumen unter die Hand durchtaucht, kurz bevor die Finger am Ende der Reihe ankommen. Genau da hakt es bei mir manchmal heute noch.

Online-Klavierkurs der RS-Piano-Akademie auf einem Laptop neben dem Digitalpiano.

Metronom oder Gefühl?

Eine ganze Woche lang habe ich stur mit Metronom geübt, im Takt eingesperrt wie in einem zu engen Schuh, bis mich das ständige Klicken so nervös gemacht hat, dass ich das Gerät irgendwann einfach ausgeschaltet und in die Schublade gelegt habe. Ein Ansatz zum Rhythmusgefühl, der auf dem Papier logisch klingt, kann in der Praxis trotzdem das Gegenteil bewirken.

Was stattdessen half: einfach mehr auf das eigene Ohr zu vertrauen statt auf ein Gerät. Am Donnerstagabend habe ich eine alte Eintragung aus meinem Übungsheft neben eine ganz aktuelle gelegt, und der Unterschied war so deutlich hörbar, dass ich die Seiten zweimal nachgeblättert habe, ob ich mich nicht vertan hätte.

Frustration gehört dazu, gerade wenn eine Passage tagelang stehen bleibt, und ich merke, dass es hilft, solche Phasen als Teil des Prozesses zu akzeptieren statt als Rückschritt. Manchmal übe ich sogar rein im Kopf, ganz ohne Klavier, wenn ich auf dem Weg zum Verlag über den Augustusplatz vor dem Gewandhaus laufe und mir die Fingersätze innerlich durchgehe.

Eine Freundin von mir hat vor einiger Zeit mit Ashtanga-Yoga angefangen und zieht inzwischen jeden Morgen vor der Arbeit zwanzig Minuten durch, ganz gleich wie unlustig sie sich fühlt. Mich beeindruckt diese Verlässlichkeit, auch wenn ich selbst eher jemand bin, der sich vom Gefühl des Moments leiten lässt.

Strukturiert üben oder frei spielen – meine Wahl

Wer sich von der akademischen Tiefe oder von der Investition abschrecken lässt, kann auch sanfter einsteigen. Ich habe letztes Jahr kurz bei meineMusikschule Klavier reingeschnuppert, was deutlich zugänglicher ist und völlig reicht, wenn man erst einmal wieder Kontakt zu den Tasten aufnehmen will, ohne gleich die ganze Technik umzukrempeln.

Geübt wird bei mir ohnehin fast ausschließlich mit Kopfhörern, weil eine hellhörige Mietwohnung in Leipzig keine andere Wahl lässt. Wie das geht, ohne dass die Nachbarn etwas mitbekommen, habe ich einmal separat zum Klavierspielen mit Kopfhörern aufgeschrieben – in den Pausen zwischen zwei Tönen höre ich meist nur das leise Rauschen der Kopfhörer selbst, sonst nichts.

Eine Katze schläft friedlich auf der Klavierbank während der Übungsstunde.

Ein festes Programm wie die Akademie lohnt sich vor allem dann, wenn dir die Struktur und der äußere Rahmen fehlen, um wirklich dranzubleiben. Freies Spielen nach Gefühl reicht dagegen, wenn du schon ein gutes Gespür für deinen Körper hast und eher Zeit brauchst als einen Lehrplan.

Falls du selbst gerade überlegst, ob sich der Wiedereinstieg lohnt: Er lohnt sich, auch wenn die Finger anfangs wie fremdes Werkzeug wirken. Schau dir die RS-Piano-Akademie an, wenn du eher den strukturierten Weg suchst, und probier notfalls einfach beides eine Weile parallel aus, bis du merkst, was zu dir passt.

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